● FreiPlan · Ab 2027
Das Altersvorsorgedepot — endlich ohne Garantiezwang.
Ab 2027 gibt es staatliche Zulagen fürs ETF-Sparen. Bis zu 540 € im Jahr, plus Steuervorteil — dafür kommst du frühestens mit 65 an das Geld. Hier steht, wie es funktioniert, was es dir bringt und wo der Haken sitzt.
Deine Angaben
Annahmen für die Hochrechnung
Deine Förderung pro Jahr
753 €
auf 1.800 € Eigenbeitrag — das sind 41,8 % Förderquote.
- Grundzulage
- 540 €
- Steuervorteil über die Zulage hinaus
- 213 €
- Vom Konto ab pro JahrBeitrag minus Steuererstattung — die Zulage steckt nicht darin, sie fließt direkt in den Vertrag
- 1.587 €
Bei deinem Einkommen bringt der Sonderausgabenabzug mehr als die Zulage. Das Finanzamt rechnet dir die Differenz gut und verrechnet die Zulage gegen (§ 10a EStG).
Mit 67 · nach Steuern · geschätzt
1.800 € Beitrag plus 540 € Zulage im Jahr → 160.679 € im Depot, davon 40.170 € Steuer auf die Auszahlung
1.587 € im Jahr → 114.280 € im Depot, davon 784 € Vorabpauschale unterwegs und 6.185 € Abgeltungsteuer am Ende
Das geförderte Depot liegt 12.414 € vorn. In heutiger Kaufkraft sind das 63.946 € gegenüber 57.359 €.
Auf beiden Seiten gehen 1.587 € im Jahr vom Konto ab. Beim geförderten Depot zahlst du 1.800 € ein und bekommst 213 € über die Steuer zurück; die Zulage legt der Staat obendrauf in den Vertrag. Im freien Depot legst du denselben Betrag an, den dich der Vertrag netto kostet. Dort sind Vorabpauschale, Teilfreistellung und Sparerpauschbetrag eingerechnet. Anders als die Förderung oben ist das eine Schätzung bei konstanter Rendite: keine Marktschwankungen, und der Steuersatz im Ruhestand ist gesetzt, nicht gerechnet. Genau das macht der volle Plan anders.
Kompletten Plan rechnen →Kein Garantiezwang
Riester musste zum Rentenbeginn alle Beiträge garantieren — das zwang die Anbieter in niedrig verzinste Anlagen. Das Altersvorsorgedepot darf voll in breit gestreute Fonds investieren.
Deutlich mehr Zulage
Statt 175 € Grundzulage jetzt bis zu 540 € im Jahr — und sie hängt direkt an deinem Beitrag statt an einer Prozentregel vom Vorjahresbrutto.
Auch für Selbstständige
Der geförderte Kreis ist erweitert: Gewerbetreibende, Freiberufler und Pflichtmitglieder berufsständischer Versorgungswerke sind jetzt dabei.
Wie FreiPlan das rechnet
Ein Förderrechner sagt dir, was der Staat dazugibt. Er sagt dir nicht, ob sich das für deinen Ruhestand lohnt. Dafür muss das Depot als eigener Topf durch den ganzen Plan laufen — genau das tut es bei uns.
Eigener Topf, nicht frei verfügbar
Das Depot zählt zu deinem Gesamtvermögen, aber nicht zum liquiden. Vor dem Auszahlungsalter kann der Plan nicht daraus entnehmen — wer mit 55 aufhören will, sieht sofort, dass dieses Geld für die Überbrückung fehlt.
Echte Marktpfade, gemeinsam mit deinem Depot
Jede Position im Altersvorsorgedepot bekommt die Renditereihe ihrer Anlageklasse — aus derselben Monte-Carlo-Ziehung wie dein freies Depot. Ein Crash trifft beide im selben Jahr, statt sich wegzumitteln.
Zulage, § 10a und Günstigerprüfung, Jahr für Jahr
Grundzulage, Kinderzulage und Berufseinsteigerbonus fließen ins Depot. Für den Sonderausgabenabzug prüft die Engine in jedem einzelnen Jahr, ob er die Zulage schlägt — und rechnet die Zulage gegen, wenn er greift.
Auszahlung mit allen Konsequenzen
Nachgelagert versteuert (§ 22 Nr. 5) — voll aber nur der Teil aus geförderten Beiträgen. Was du über 1.800 € im Jahr einzahlst, kam aus versteuertem Einkommen; davon zählt später nur der Ertrag, ab 62 und zwölf Jahren Laufzeit nur dessen Hälfte. In der KVdR ist die Auszahlung beitragsfrei. Beim Auszahlplan zeigt der Plan ehrlich, dass der Strom mit 85 endet — eine Klippe, die eine Hochrechnung ohne Enddatum nicht zeigt.
Stand der Dinge
Das Altersvorsorgereformgesetz ist beschlossen und verkündet (BGBl. 2026 I Nr. 156); die Produkte kommen zum 1. Januar 2027. Einzelne Umsetzungsfragen sind noch offen — etwa das Standarddepot in öffentlicher Trägerschaft und Verwaltungsanweisungen zum Zulagenverfahren.
Wir prüfen monatlich, ob sich an den Rahmenbedingungen etwas geändert hat, und ziehen die Rechnung nach. Diese Seite gibt den Stand vom August 2026 wieder.
Häufige Fragen
- Was ist das Altersvorsorgedepot?
- Ein staatlich gefördertes Depot für die private Altersvorsorge, das ab dem 1. Januar 2027 abgeschlossen werden kann. Es ersetzt die Riester-Rente für Neuverträge. Der entscheidende Unterschied: Es gibt keinen Garantiezwang mehr — du kannst breit gestreut in Aktien- und Anleihefonds sparen, statt Rendite für eine Beitragsgarantie zu opfern.
- Wie hoch ist die Förderung?
- Auf die ersten 360 € Eigenbeitrag im Jahr legt der Staat 50 Cent je Euro drauf, auf die weiteren 1.440 € (also bis 1.800 €) noch 25 Cent je Euro. Macht maximal 540 € Grundzulage pro Jahr. Je Kind kommen bis zu 300 € Kinderzulage dazu, und wer den Vertrag vor dem 25. Geburtstag abschließt, bekommt einmalig 200 € Berufseinsteigerbonus. Voraussetzung ist ein Eigenbeitrag von mindestens 120 € im Jahr.
- Gibt es zusätzlich einen Steuervorteil?
- Ja. Bis zu 1.800 € Eigenbeitrag zuzüglich deines Zulagenanspruchs kannst du als Sonderausgaben absetzen (§ 10a EStG). Das Finanzamt prüft automatisch, ob dieser Abzug für dich mehr bringt als die Zulage — wenn ja, bekommst du die Differenz zusätzlich. Für höhere Einkommen ist das regelmäßig der Fall.
- Wann komme ich an das Geld?
- Frühestens mit 65, spätestens mit 70 beginnt die Auszahlung. Du kannst eine lebenslange Rente wählen oder einen Auszahlplan, der mindestens bis zum 85. Lebensjahr läuft. Zu Beginn darfst du einmalig bis zu 30 Prozent als Teilkapital entnehmen. Vorher kommst du nicht heran — das ist der Preis der Förderung und für Frührentner der entscheidende Haken.
- Wie wird die Auszahlung besteuert?
- Nachgelagert mit deinem persönlichen Steuersatz (§ 22 Nr. 5 EStG). Voll besteuert wird aber nur der Teil, der auf geförderten Beiträgen beruht — also auf den ersten 1.800 € im Jahr plus den Zulagen. Was du darüber einzahlst, stammt aus bereits versteuertem Einkommen; davon ist später nur der halbe Ertrag steuerpflichtig, wenn der Vertrag mindestens zwölf Jahre lief. Bei einer lebenslangen Rente statt eines Auszahlplans ist es sogar nur der Ertragsanteil — mit 67 sind das 17 Prozent der Zahlung. Dafür bleiben Kursgewinne und Erträge während der gesamten Ansparphase steuerfrei: keine Vorabpauschale, keine Abgeltungsteuer. Und: In der gesetzlichen Krankenversicherung der Rentner ist die Auszahlung beitragsfrei — anders als eine Betriebsrente.
- Was passiert mit meinem Riester-Vertrag?
- Bestehende Riester-Verträge laufen weiter und behalten ihre Förderung. Ab 2027 kannst du keine neuen Riester-Verträge mehr abschließen. Ein Wechsel in das neue Modell ist möglich, ohne die bisherige Förderung zurückzahlen zu müssen.
- Lohnt sich das Altersvorsorgedepot für mich?
- Das hängt an drei Dingen: deinem Steuersatz, deinen Kindern und deinem geplanten Ruhestandsalter. Die Förderung ist deutlich stärker als bei Riester. Der Haken ist die Bindung bis 65 — wer mit 55 aufhören will, kann dieses Geld für die Überbrückung nicht einplanen. Genau diese Abwägung rechnet FreiPlan in deinem kompletten Plan durch, statt sie zu behaupten.
- Lohnt sich das Altersvorsorgedepot gegenüber einem normalen ETF-Depot?
- Der Rechner oben stellt beides gegenüber — bei gleichem Aufwand und auf beiden Seiten nach Steuern. Gleicher Aufwand heißt: auf beiden Seiten geht derselbe Betrag von deinem Konto ab. Die Zulage fließt direkt in den Vertrag und senkt deinen Aufwand nicht, die Steuererstattung kommt dagegen aufs Konto zurück — also legen wir im freien Depot genau das an, was dich der Vertrag netto kostet. Besteuert wird später der Teil, der auf geförderten Beiträgen beruht, in voller Höhe. Beiträge über 1.800 € im Jahr stammen dagegen aus versteuertem Einkommen — von ihnen ist nur der halbe Ertrag steuerpflichtig, sofern der Vertrag mindestens zwölf Jahre lief (§ 22 Nr. 5 EStG). Für das freie Depot rechnen wir Vorabpauschale, Teilfreistellung und Sparerpauschbetrag über die Jahre mit und ziehen am Ende die Abgeltungsteuer ab. Entscheidend sind drei Stellschrauben: die Förderhöhe, die Kostendifferenz zwischen den Depots und dein Steuersatz im Ruhestand. Bei hohen Kosten oder einem hohen Steuersatz in der Rente kann das freie Depot vorn liegen — der Rechner zeigt das offen an, statt die Förderung schönzurechnen.
- Wie viel darf ich einzahlen?
- Gefördert werden bis zu 1.800 € Eigenbeitrag im Jahr. Einzahlen darfst du bis zu 6.840 € jährlich — der Betrag darüber bekommt keine Zulage mehr, wächst aber weiterhin steuerfrei. Die Zulage kommt obendrauf und zählt nicht gegen diese Grenze. Der Mindestbeitrag für die Zulage liegt bei 120 € im Jahr, also 10 € im Monat.
Lohnt sich das für deinen Ruhestand?
Trag deine Zahlen ein, und FreiPlan rechnet das Altersvorsorgedepot zusammen mit gesetzlicher Rente, Betriebsrente, Depot und Immobilie durch — bis zum letzten Lebensjahr.
Kompletten Plan rechnen →